Berufsbetreuer vs Berufsberater

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Die Begriffe Berufsbetreuer und Berufsberater werden oft miteinander verwechselt. Dabei handelt es sich jedoch um Berufe mit sehr unterschiedlichen Aufgaben und Pflichten.

Als Berufsbetreuer/in wird jemand bezeichnet, der eine rechtliche Betreuung ausübt und dafür vom Amtsgericht bestellt und nach einem festgelegten Stundensatz vergütet wird. Die Aufgabe ist es, der zu betreuenden Personen bei der Bewältigung ihres Alltags zu helfen. Oft sind diese aufgrund von Erkrankungen nicht mehr in der Lage, selbstständig geschäftsfähig zu sein. Die Berufsbetreuung ist jedoch keine Entmündigung des Betreuten, sondern als Unterstützung zu sehen. Die Aufgaben umfassen zum Beispiel Behördengänge, ebenso wie Antragsstellungen, Kontoverwaltung, Kontaktpflege zu Ärzten und Pflegern, Nachlassverwaltung und vieles mehr. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Ausbildungs- oder Studienberuf – die Tätigkeit kann von unterschiedlichen Berufsgruppen ausgeübt werden. Entscheidend dafür sind die Qualifikationen der Bewerber/innen. Aus den Bereichen Recht, Medizin, Verwaltung und Soziales müssen Qualifikationen nachgewiesen und regelmäßig geschult werden.

Berufsberater/innen können hingegen bei einer öffentlichen Berufsberatungsstelle, wie der Agentur für Arbeit oder bei privaten Anbietern, wie Schulen und Hochschulen, angestellt sein. Aufgabe eines Berufsberaters ist es, Jugendliche und Erwachsene, je nach Ihren persönlichen Interessen und Fähigkeiten, zu beraten und Sie bei Ihrer Berufswahl zu unterstützen.